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Olper Geschichtsbrunnen

Olper Geschichtsbrunnen am Kurköner Platz

Zeitleiste

Die Stadt Olpe und Umgebung im Wandel der Geschichte.

  1. Frühgeschichte
    • 700.000 – 10.000 v. Chr.

      Altsteinzeit (Paläolithikum)

    • 80.000 – 60.000 v. Chr.

      Erste Menschen betreten das westfälische Mittelgebirge (Balver Höhle, Neandertaler).

    • um 30.000 v. Chr.

      Der anatomisch moderne Mensch homo sapiens sapiens läßt sich nachweisen.

    • 10.000 – 5500 v. Chr.

      Mittelsteinzeit (Mesolithikum)

      Spätestens jetzt wird das heutige Stadtgebiet von Olpe vom Menschen (Nomaden) betreten.

    • 5500 – 2000 v. Chr.

      Jungsteinzeit (Neolithikum)

      Erste seßhafte Bauern treten auf.

    • 2000 – 700 v. Chr.

      Bronzezeit

    • 700 v. Chr. – Chr. Geburt

      Vorrömische Eisenzeit (Hallstatt-, La-Tène-Zeit)

      Wallburg Hofkühl bei Oberveischede

    • Chr. Geb. – 400 n. Chr.

      Römische Kaiserzeit

      Rückgang der teilweise sehr dichten eisenzeitlichen Besiedlung auf „germanischen“ Druck. Klimaverschlechterung in der jüngeren Römischen Kaiserzeit

  2. Mittelalter
    • ab 400 n. Chr.

      Völkerwanderungszeit und Beginn des Mittelalters

    • spätes 7. / 8. Jh.

      Sporadische Besiedlung des spärlich besiedelten Olper Raumes durch landsuchende Siedler – zum Teil wohl sächsischer Herkunft (ursprünglich in Norddeutschland beheimatet, Engern).

      Gräberfunde von Hespecke bei Grevenbrück

    • 772 - 804

      Sachsenkriege unter Karl dem Großen

    • 777 / 780

      Bildung von Missionssprengeln in der neuen fränkischen Provinz Sachsen. Südwestfalen wird wohl schon jetzt dem Kölner Kirchensprengel zugewiesen. Die religiöse Bindung nach Köln besteht bis 1821.

    • 795

      Das Bistum Köln wird zum Erzbistum erhoben.

    • 797

      Reichstag in Aachen: Einverleibung Sachsens in das karolingische Reich

    • um 800

      Vermutlich wird auf konfisziertem sächsischen Besitz, auf einem nunmehr fränkischen Reichshof (Hypothese von Manfred Wolf) an der Kreuzung der Fernwege _Römerweg_ (Bonn/ Paderborn) und _Eisenstraße_ (Frankfurt/Siegen/Hagen/Dortmund) und im Mündungswinkel von Olpe und Bigge eine dem karolingischen Haus- und Reichsheiligen Martinus geweihte Eigenkirche des (fränkischen) Hofinhabers gegründet.

      Der Name Olpe („Ol-apa“) bezeichnet ursprünglich einen ‘Bach im feuchten Wiesengrund’.

    • 9. / 10. Jh.

      Intensive Rodungen – die südsauerländischen -inghausen Orte entstehen.

    • um 1000

      Erste Bodenfunde aus dem Olper Raum lassen sich datieren: Scherben- und Schlacken (Eisengewinnung und -verarbeitung) in der Wüstung Kimickerberg, Münzfund in Dahl (nach 1005).

      Umwandlung der Wallburg auf dem Oedingerberg in ein adeliges Damenstift

    • 11. Jh.

      Das Patronatsrecht über die Olper Kirche wird dem Stift St. Severin in Köln übertragen (1233 nachweisbar). Das Präsenta-tionsrecht geht später an Magistrat und Gemeinde der Stadt Olpe über.

    • 11. / 13. Jh.

      Eisenerzeugung in Waldschmieden/Rennfeuerhütten

      1180 Reichsversammlung zu Gelnhausen: Ächtung Heinrichs des Löwen und Teilung des Herzogtums Sachsen. Herzog in Westfalen und Engern, d.h. über Westfalen südlich der Lippe, wird der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg.

    • 1183 / 85

      Das Mirakelbuch von St. Anno in Siegburg berichtet über die Heilung eines Jungen in einem Dorf namens Olpe (ob Olpe im Sauerland, ist nicht gesichert).

    • 12. / 13. Jh.

      Bau des romanischen Turms der St. Cyriacus-Kirche in Rhode (adelige Eigenkirche der Zeit nach 1100 ?) – das älteste erhaltene Bauwerk auf heutigem Olper Stadtgebiet

    • 1220

      Olpe wird erstmals urkundlich erwähnt – der Dechant (des Dekanates Attendorn), Albertus in Olpe („Olepe“), wird genannt.

    • 1222

      Erhebung Attendorns zur Stadt – wahrscheinlicher Bau der kölnischen Burg Schnellenberg zum Schutz der Stadt

    • 1233

      Vergleich zwischen Propst und Dechant des Stifts St. Severin in Köln: Die Besetzung der Pfarrstelle zu Olpe soll beim Propst liegen.

    • 1235

      Gräfin Mechthild von Sayn gründet mit ihrem Mann Graf Heinrich III. von Sayn das Zisterzienserinnenkloster Drols-hagen (ursprünglich pfalzgräflicher Besitz ?).

    • 1248

      Erzbischof Konrad von Hochstaden erwirbt Burg und Herrschaft Waldenburg bei Attendorn von der Witwe Gräfin Mechthild von Sayn (ursprünglich pfalzgräflicher Besitz ?). Olpe kommt durch diesen Verkauf möglicherweise ebenfalls an das Erzstift Köln (Hypothese von Manfred Wolf) und bleibt weiterhin beim jetzt kölnischen Amt Waldenburg.

    • 1288

      Schlacht bei Worringen

    • 1311

      Der Kölner Erzbischof Heinrich II. Graf von Virneburg verleiht dem durch Feinde des Stifts mit Raub und Brand heimge-suchten Dorf Olpe, das wie die Kirche auf dem Hof Olpe entstanden ist, die Stadtrechte (Attendorner und damit Soester Stadtrecht). Befestigungsrecht - Stützpunkt gegen die Grafen von der Mark. Stadtpatron wird der Kirchenpatron St. Martinus (im Stadtsiegel seit 1360 nachweisbar). Auf dem Rest des landesherrlichen Hofes in Olpe, auf der _Küchenstätte_, befindet sich im 14. Jahrhundert vermutlich ein Burglehen der Waldenburger Burgmannenfamilie von Drols-hagen. Im 17./18. Jahrhundert steht hier das Haus des kurfürstlichen Richters.

    • 1311 / 32

      Erzbischof Heinrich II. verleiht der Stadt Olpe das Recht, Pers-onen beiderlei Geschlechts zu Bürgern aufzunehmen, gleichgültig aus welchem Stand und unter welchen Umständen sie kommen.

    • 1336

      Ersterwähnung der Mark Griesemert

    • 1336 - 1353

      Erwähnungen einer Ministerialenfamilie von Eppenbracht (Stammsitz Eppenberg südlich Sondern)

    • 1338

      Erzbischof Walram bestätigt die Stadtrechte.

    • 1347

      Ersterwähnung von Tecklinghausen

    • 1350

      Die Pest (Beulenpest) erreicht Westfalen.

    • 1354

      Ersterwähnung von Oberveischede (Kirchspiel Helden)

    • 1355

      Ersterwähnung von Ronnewinkel

    • 1360

      Ersterwähnung von Rosenthal, Lütringhausen und der später aufgegebenen Siedlungen Alemicke und Kimicke

    • 1365

      Hunolt von Hillewordinchusen verspricht Bürgermeister, Rat und Bürgern zu Olpe, ihnen in Zukunft keinen Schaden mehr zufügen zu wollen.

    • 1367 und 1368

      Cuno von Falkenstein, Koadjutor bzw. Administrator der Kölner Kirche, bestätigt die Stadtrechte.

    • 1368

      Die Stadt Olpe leistet beim Erwerb der Grafschaft Arnsberg durch Kurköln einen finanziellen Beitrag.

    • 1373

      Erzbischof Friedrich III. gewährt der von Brand zerstörten Stadt Olpe zur Förderung des Wiederaufbaus gewisse Freiheiten. Vermutlicher Beginn des Baus von Stadtmauern und Stadttürmen

    • 1376

      Ersterwähnung von Kirchesohl

    • 1383

      Ersterwähnung von Altenkleusheim (=Kleusheim; -heim-Orte entstanden wohl bereits im 8./9. Jh.), Rhonard und Stachelau

    • 1388

      Ersterwähnung von Rhode

    • 1406

      Ersterwähnung von Günsen

    • 1409

      Ersterwähnung von Rehringhausen und Saßmicke

    • 1422

      Ersterwähnung von Rüblinghausen

    • 1435

      Schutzbündnis des Erzbischofs Dietrich von Köln und der Städte Soest, Attendorn, Olpe, Werl, Menden, Balve und Recklinghausen einerseits sowie des Junkers Gerhard von Kleve, Grafen von der Mark, und der Städte Hamm, Unna, Kamen, Neustadt, Iserlohn, Breckerfeld, Neuenrade und Bochum andererseits

    • 1437

      Die erste Erblandvereinigung der westfälischen Stände (Ritterschaft und Städte) zum wechselseitigen Schutz wird unter Teilnahme der Stadt Olpe errichtet.

    • 1441

      Erste urkundliche Erwähnung der Kirche in Rhode

    • 1445

      Erzbischof Dietrich II. erobert während der Soester Fehde die märkisch-klevische Burg Bilstein unter Mitwirkung der Städte Attendorn, Olpe und Drolshagen und gliedert die Herrschaft ins Herzogtum Westfalen ein. Bilstein wird Sitz des südlichen Quartiers des Herzogtums Westfalen, bestehend aus den Ämtern Bilstein, Fredeburg und Waldenburg (hier Olpe). Seitdem gehört das gesamte Gebiet des heutigen Kreises Olpe zum Herzogtum Westfalen des Kurfürstentums Köln.

    • 1454

      Erzbischof Dietrich II. verpfändet an Bürgermeister und Rat zu Olpe die als „Schoß“ bezeichnete jährliche Abgabe der Stadt an den Landesherrn (wohl Entgelt für die Selbstverwaltung der Stadt).

    • 1454 / 56

      Ersterwähnung von Hammerschmieden, deren Inhaber zugleich Olper Bürger sind. Fabrikation von Halbfabrikaten (Bleche und Blechwaren, Pfannenscheiben und Pfannen), Eisen- und Kupferkessel im Olper Raum.

      Schwindende Bedeutung Attendorns als Zentrum des Fernhandels im südlichen Sauerland

    • 1460

      Erwähnung von Freistühlen bei der Stadt Olpe

    • 1462

      Verbundbrief von Ritterschaft und Städten des Amtes Waldenburg – Attendorn, Olpe und Freiheit Drolshagen –, ungeteilt zusammenzubleiben und zur Kölner Kirche zu halten (Erneuerung 1480)

    • 1463

      Erblandvereinigung zwischen Erzbischof Ruprecht und den Landständen

    • 1475

      Ersterwähnung von Dahl

    • 1476 - 1478

      In Köln läßt sich der Drucker/Verleger Petrus in Altis (= von der Höhe) aus Olpe nachweisen (genannt 1450 - 1495).

    • 1477

      Die Freiheit Drolshagen wird zur Stadt erhoben und mit Olper Stadtrecht bewidmet.

    • 1480

      Erzbischof Hermann IV. bestätigt die Stadtrechte.

    • 1494

      Der Geistliche und Mäzen Johann Bergmann von Olpe (ca. 1460-1531/32) gibt in Basel die Moralsatire _Das Narrenschiff_ von Sebastian Brant heraus (= 1. Bestseller).

    • Ende 15. Jh.

      Die Stadt Olpe hat vermutlich ca. 400 Einwohner.

  3. Neuzeit
    • 1500

      Die Kreuzkapelle an der Bigge wird erstmals erwähnt.

    • 1503

      Ersterwähnung des neben der Kreuzkapelle gelegenen städtischen Armenhauses

    • 1505

      Die Stadt Olpe erhält das Recht, Wegegeld zu erheben.

    • 1509

      Erzbischof Philipp II. bestätigt die Stadtrechte.

    • 1517

      „Thesenanschlag“ Martin Luthers in Wittenberg – Beginn der Reformation in Deutschland

    • 1524

      Stiftung der Vikarie „ad sanctam crucem et sanctum Sebastianum“ in der Olper Pfarrkirche

    • 1525

      Erster Nachweis der Olper Schützengesellschaft (laut Zeugen-verhör von 1561)

    • 1529

      Wiederaufbau des durch Brand zerstörten Kirchturms in Olpe

    • 1536

      Ersterwähnung von Thieringhausen

    • 1536

      Ca. 200 Schatzpflichtige leben innerhalb der heutigen Stadt-grenzen (ohne Stadt) = ca. 1100 Landbewohner.

    • 1538

      Einführung des römischen Rechts im Erzstift Köln durch ein Landrecht

    • 1542

      Reformationsversuch durch Erzbischof Hermann von Wied

    • 1545 – 1563

      Trienter Konzil

    • 1547

      Adolf III., Administrator der Kölner Kirche, bestätigt die Stadt-rechte.

    • Mitte 16. Jh.

      Beginn des Kupferbergbaus in der Rhonard. Die Kupferhütte in Stachelau wird 1597 genannt.

    • 1554

      Olpe gehört als „zugewandte Stadt“ über Attendorn dem Hansebund an.

    • 1555

      Ersterwähnung der beiden Höfe Fahlenscheid

    • 1555

      Augsburger Religionsfrieden („Cuius regio, eius religio“)

    • 1557

      Erzbischof Anton bestätigt die Stadtrechte.

    • 1558

      Erzbischof Johann Gebhard I. bestätigt die Stadtrechte.

    • 1563

      Erzbischof Friederich IV. bestätigt die Stadtrechte.

    • 1566 – 1609

      Spanisch-Niederländischer Krieg

    • 1567

      Erlaß einer Satzung für die Schmiedezunft (Kessel- und Pfannenschmiede) in der Stadt Olpe (1629 revidiert bzw. erneuert)

    • 1578

      Teilung des Gemeindewaldes Griesemert zwischen der Stadt Olpe und den übrigen Markgenossen

    • 1580

      Ersterwähnung der unteren Stadtmühle (setzt wohl schon die obere Stadtmühle voraus)

    • 1582

      Freischießen der Schützengesellschaften Siegen, Attendorn, Drolshagen, Wenden, Meinerzhagen, Valbert und Rhode in Olpe

    • 1583 – 1589

      Kölnischer Krieg

    • 1583 / 84

      „Truchsessische Wirren“ – Reformationsversuch durch Erzbischof Gebhard Truchseß von Waldburg – Olpe wird 1583 durch Truppen des Erzbischofs besetzt und gebrandschatzt.

    • 1587

      Erzbischof Ernst von Bayern erläßt einen restriktiven Rezeß über die Jurisdiktion der Stadt Olpe. Die Stadt verliert wegen ihrer Unterstützung für den abgesetzten Erzbischof Gebhard Truchseß von Waldburg zeitweise alte Privilegien.

    • 1587

      Zurückerlangung des Rechtes, Wochenmärkte abzuhalten

    • 1587 – 1697

      Im Gerichtsbezirk Olpe sind Hexenprozesse nachweisbar.

    • 1591

      Ludwig von Stockhausen wird Richter der vereinigten kurfürstlichen Gerichte Olpe, Drolshagen und Wenden. Das Richteramt wird in der Familie von Stockhausen nahezu erblich.

    • 1595

      Entmachtung des Erzbischofs Ernst – Einsetzung seines Neffen Ferdinand von Bayern als Koadjutor (1612-1650 Erzbischof) – Fortsetzung der Rekatholisierung im Herzogtum Westfalen

    • 1598

      Die Pest wütet in Olpe (ebenfalls 1614, 1635/37, 1665/66).

    • 1605

      Erzbischof Ernst besucht das Kupfererzbergwerk Rhonard.

    • 1605

      Erzbischof Ernst verleiht der Stadt Olpe das Recht, jährlich drei Jahrmärkte abzuhalten.

    • 1610

      Bau einer hölzernen Wasserleitung von der Hakemicke in die Stadt Olpe

    • 1615

      Ersterwähnung eines Lehrers in der Stadt Olpe (Schule „Auf der Mauer“)

    • 1617

      Gründung der Kreuzbruderschaft

    • 1618 – 1648

      Dreißigjähriger Krieg – im Sauerland auch „Schwedenkrieg“ genannt

    • 1621

      Die Filiale Rhode wird von der Olper Mutterkirche abgepfarrt und selbständige Pfarrei.

    • 1632

      Der schwedische Obrist Wolff-Henrich von Baudissin erobert Olpe.

    • 1634

      Die ganze Stadt Olpe samt Kirche – mit Ausnahme der Vorstadt Felmicke – fällt einem Brand zum Opfer. Die Unterste Vorstadt zwischen Bigge und Stadtmauer, wo der Brand durch die Unachtsamkeit der Schmiede entstanden ist, wird nicht wiederaufgebaut.

    • 1648

      Am Ende des Dreißigjährigen Krieges ist die Bevölkerung in der Stadt Olpe um ein Drittel zurückgegangen (jetzt ca. 400 Einwohner in 106 Haushaltungen).

    • 1652

      Erzbischof Maximilian Heinrich bestätigt die Stadtrechte.

    • 1652 - 1665

      Streit der Stadt Olpe mit dem Drosten zu Bilstein um die städtischen Privilegien. Erlaß einer neuen Jurisdiktional- und Polizeiordnung 1665

    • 1665

      Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Olpe legen das Agatha-Gelübde zur Abwendung von Feuersbrünsten ab.

    • 1665

      Die erste Schule außerhalb der Stadt Olpe entsteht im Kirchspiel Rhode. Weitere Schulen in anderen Dörfern folgen.

    • 1669

      Erlaß einer Bergordnung für Kurköln: Das Breitschmiedeamt der Gerichte Olpe, Drolshagen und Wenden wird eingerichtet. Um Olpe gibt es mehrere Eisen- und Kupfererzbergwerke.

    • 1673

      Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Olpe legen das Rochus-Gelübde zur Abwendung von Pest ab. Bau der Rochus-Kapelle 1667-1676

    • 1676 / 77

      Brände im Weierhohl

    • 1678

      Olpe ist Sitz eines Unterbergamts (bis 1811).

    • 1688 – 1697

      Pfälzischer Erbfolgekrieg

    • 1691

      Brand in der Felmicke

    • 1691

      Für die Stadt Olpe wird erstmals ein Gesangbuch herausgegeben (weitere Auflagen 1704, 1719, 1793).

    • 1696

      Die letzten Hinrichtungen von „Hexen“ finden statt.

    • 1700

      Erzbischof Joseph Clemens erläßt eine neue Ratsordnung für die Stadt Olpe.

    • 1701

      Stiftung eines Seelsorge-Benefiziums in Neuenkleusheim (eine St. Georg-Kapelle besteht wahrscheinlich seit ca. 1500)

    • 1701

      Die Gerberzunft, der auch die Schuster und Sattler angehören, ist nachweisbar.

    • 1701 – 1713

      Spanischer Erbfolgekrieg

    • 1711

      Zum ersten Mal passiert die Post Olpe.

    • 1715

      Kleusheim (Altenkleusheim, Neuenkleusheim, Rehringhausen) wird von der Mutterkirche in Olpe abgepfarrt und selbstständige Pfarrei.

    • 1717

      Olpe zählt ca. 300 Haushalte mit ca. 1100 Einwohnern.

    • 1720 / 30

      Der Wallone Reniér Roidkin zeichnet im Auftrag des Kölner Erzbischofs Clemens August die Stadt Olpe aus zwei Richtungen – die ältesten bekannten Stadtansichten.

    • 1722 / 26 und 1763 / 72

      Auswanderungswellen ins österreichische, seit 1778 ungarische Banat (1. und 2. Schwabenzug)

    • 1724

      Bürgermeister und Rat erlassen Statuten bzw. eine Satzung für die Junggesellen-Schützen-Kompanie in der Stadt Olpe.

    • 1727

      Bau des noch bestehenden Kirchturms in Neuenkleusheim

    • 1728

      Bildung der Schneiderzunft

    • 1735

      Pfarrer Adam Heinrich Roberti gibt ein neues Gesangbuch für die Stadt Olpe heraus (Neuauflage 1804).

    • 1736 / 37

      Neubau der Kreuzkapelle (Einweihung 1753)

    • 1739

      45 % aller Männer der Stadt Olpe sind im Metallgewerbe beschäftigt.

    • 1742

      Stiftung des Rochus-Benefiziums durch Vikar Petrus Ludovici: Der Inhaber ist auf Verlangen des Magistrats zur Abhaltung von Latein- und Rechenunterricht verpflichtet (Grundlage für das höhere Bildungswesen in Olpe).

    • um 1750

      Gründung einer „privilegierten Apotheke“ in Olpe (später Adler-Apotheke genannt – besteht bis 1996)

    • 1751

      Aufhebung der Junggesellen-Schützen-Kompanie nach Ausschreitungen

    • 1751

      Nachweis der Olper Hütte im Dohm

    • 1756 – 1763

      Siebenjähriger Krieg

    • 1760

      Olpe zahlt 4000 Taler an Kriegssteuern.

    • 1762

      Olpe ist wegen der Besetzung Arnsbergs durch die verbündeten Franzosen zeitweilig Sitz der dortigen kurfürstlichen Regierung.

    • 1771

      Erlaß einer Schulordnung für die Schulen der Stadt Olpe

    • 1773

      In Festungshaft stirbt der „Märtyrer von St. Julian“ (bei Lissabon), der Indio-Missionar Rötger Hundt SJ (* Olpe 1711).

    • 1774

      Ankauf des „Osterseifens“ durch die Stadt

    • 1775

      Fast jede sechste Familie in den drei Olper Kirchspielen (ohne Stadtgebiet) lebt vom Hammergewerbe.

    • 1781

      In der Stadt Olpe leben 1354 Personen in 263 Häusern.

    • 1782

      Der Jude Moses Abraham läßt sich in Neuenkleusheim nieder – der Anfang einer kleinen Judengemeinde.

    • 1782 ff.

      Bau der Holland-Frankfurt-Chaussee von der nassauischen Grenze bis Olpe

    • 1789

      Französische Revolution

    • 1790

      Erzbischof Maximilian Franz erläßt eine neue Ratsordnung für die Stadt Olpe.

    • 1792 – 1807

      Koalitionskriege (1792-1797, 1799-1802, 1805-1807) gegen das revolutionäre Frankreich

    • 1794

      Die Franzosen besetzen das linke Rheinufer – die weltliche Herrschaft des Kölner Erzbischofs ist auf das in Westfalen gelegene Gebiet des Erzbistums beschränkt.

    • 1795

      Die Stadt Olpe wird durch eine Feuersbrunst nahezu vernichtet (ca. 240 Häuser = 83 ). Der Neuaufbau geschieht nach den Plänen des kurfürstlichen Baumeisters Hofkammerrat Johann Adam Stahl. Der mittelalterliche Grundriß wird zugunsten einer _Reißbrett-Stadt_ weitgehend aufgegeben.

    • 1796

      Nach einer dem Sonderfrieden zu Basel (1795) zwischen Preußen und Frankreich folgenden Regelung bleibt der südlich der als Demarkationslinie geltenden Ruhr gelegene Teil des Herzogtums Westfalen weiterhin Kriegsgebiet.

    • 1796

      Plünderung der Stadt Olpe durch Truppen der französischen Observationsarmee

  4. 19. Jhd.
    • 1801

      Erzbischof Maximilian Franz erläßt eine neue Ratsordnung für die Stadt Olpe.

    • 1801

      Friede zu Lunéville zwischen Österreich zugleich für das Reich und Frankreich – Frankreich erhält das linke Rheinufer.

    • 1802

      Besitznahme des Herzogtums Westfalen durch hessen-darmstädtische Truppen

    • 1803

      Reichsdeputationshauptschluß. Säkularisation, Aufhebung des Kurstaates Köln. Olpe fällt an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (seit 1806 Großherzogtum).

      Beginn tiefgreifender Reformen

    • 1806

      Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation

    • 1806

      Aufhebung der landständischen Verfassung im Herzogtum Westfalen

    • 1806

      Anlegung des Friedhofs bei der Kreuzkapelle – Begräbnisse an der Olper Kirche erfolgen noch bis 1808.

    • 1807

      Bildung des Justizamtes Olpe aus den ehemaligen vereinigten Gerichten Olpe-Drolshagen-Wenden mit Sitz in Olpe – auch Verwaltungsbehörde bis 1817

    • 1808

      Das Dorf Oberneger und der Ort Haardt – bisher zum Amt Bilstein, aber kirchlich zu Rhode gehörig – werden mit dem Amt Olpe vereinigt. Oberveischede, seit 1807 vom Amt Bilstein getrennt und mit dem Kirchspiel Helden dem Amt Attendorn zugeschlagen, wird dem Amt Bilstein zurückgegeben.

    • 1808

      Einführung der Schultheißverfassung in den hessischen Landgemeinden. Bildung der Schultheißbezirke Rüblinghausen, Lütringhausen, Saßmicke, Thieringhausen, Alten- und Neuenkleusheim, Rehringhausen, Rhode, Eichhagen und Oberneger. Rosenthal und Ronnewinkel werden dem Schultheißbezirk Frenkhausen im Kirchspiel Drolshagen zugeteilt (bis 1826).

    • 1810

      Brand des Gerberviertels Weierhohl

    • 1810

      Erlaß einer Forst-Verordnung für das Amt Olpe

    • 1811

      Erlaß der Schultheißordnung für die Stadt Olpe: Aufhebung der Ratsverfassung – die Stadt verliert die seit Jahrhunderten bestehenden Rechte. Beseitigung der mittelalterlichen Trennung zwischen Stadt und Land zugunsten eines neuen einheitlich organisierten Kommunaltyps. An die Stelle des Bürgermeisters tritt ein Stadtschultheiß (Staatsbeamter).

    • 1811

      Das Bergamt Olpe wird mit dem Briloner Amt zusammen nach Eslohe verlegt.

    • 1811

      Aufhebung der mittelalterlichen Zunftordnung

    • 1813 – 1815

      Befreiungskriege gegen Napoleon

    • 1813

      Gelübde der Rüblinghauser, die Festtage ihrer „Ortspatrone“ Leonardus und Matthias feierlich zu begehen und zu fasten (die sogenannten „Schmachttage“)

    • 1816

      Der auf dem Wiener Kongreß 1815 beschlossene Anschluß des Herzogtums Westfalen an Preußen wird vollzogen. Olpe gehört seither dem neu gebildeten Regierungsbezirk Arnsberg in der ebenfalls neu geschaffenen Provinz Westfalen an.

    • 1816 / 17

      Hungerkrise durch Mißernten in weiten Teilen Europas

    • 1817

      Bildung des Kreises Bilstein aus den in hessischer Zeit geschaffenen Justizämtern Attendorn, Bilstein und Olpe. Sitz des Landratsamts ist Bilstein, erster Landrat Caspar F. J. Freusberg.

    • 1817

      Auf heutigem Stadtgebiet leben 4321 Einwohner (1601 in der Stadt, 2720 auf dem Land).

    • 1819

      Der Kreis Bilstein wird in Kreis Olpe umbenannt: Olpe wird Kreisstadt und Sitz des Landratsamts.

    • 1821

      Die Bulle „De salute animarum“ weist das ehemalige kurkölnische Sauerland dem Bistum Paderborn zu.

    • 1822

      Kauf des Weberschen Hauses in der Westfälischen Straße als neues Rathaus

    • 1823

      Kauf des von Fürstenbergschen Hauses in der Frankfurter Straße durch Landrat Caspar F. J. Freusberg als neues Landratsamt (1887–1963 Eigentum des Kreises)

    • 1826

      Auflösung der Schultheißbezirke: Errichtung der Bürgermeisterei Olpe, bestehend aus der Stadt Olpe und den Landgemeinden des ehemaligen Gerichts Olpe, den ländlichen Teilen des Kirchspiels Olpe sowie den Kirchspielen Kleusheim und Rhode. Die Stadt stellt keine eigenständige Verwaltungseinheit mehr dar.

    • 1827 / 28

      Das Langhaus der Kirche in Neuenkleusheim wird durch einen breiterer Saalbau ersetzt.

    • 1827 / 29

      Neubau der Rhoder Kirche – der Turm aus dem 12./13. Jh. bleibt erhalten.

    • 1828

      Gründung des St. Sebastianus-Schützenvereins in der Stadt Olpe – Auflösung der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft. Ankauf des Schützenplatzes auf dem Imberg ("Ümmerig")

    • 1831

      Friedrich Harkort, Pionier der Industrialisierung, Politiker und Sozialreformer, nimmt die Rüblinghauser Hütte (von ihm Henriettenhütte genannt) in Betrieb, verliert sie aber schon 1834 im Zuge geschäftlicher Mißerfolge. Daneben bestehen bei Olpe noch die Olper und die Stachelauer Hütte.

    • 1831

      Vollendung der Minden-Koblenzer Straße im Raum Olpe

    • 1831

      Errichtung der Rektoratsschule aus Mitteln der Stadt und des Rochus-Benefiziums

    • seit ca. 1834

      Auswanderungen nach Amerika

    • um 1835

      Ersterwähnung von Friedrichsthal (benannt nach Friedrich Frahne, Inhaber der dortigen Papiermühle)

    • 1837

      Kölner Wirren

    • 1836

      Der aus Steinau/Schlesien gebürtige Buchdrucker Carl Ferdinand Daemisch richtet eine erste Druckerei in Olpe ein (bis 1837) – Herausgabe eines Wochenblatts für den Kreis Olpe 1837

    • 1839

      Auflösung des preußischen Justizamts Olpe. Es entsteht das Stadt- und Landgericht Olpe, 1849 das Kreisgericht.

    • 1840

      Mit dem Walzwerk in Niederstenhammer gründen die Unternehmer Hundt, Fuchsius und Sondermann das erste modernen Typs in Olpe.

    • 1840

      Gründung des „Olper Kreis-Blatts“ durch den aus Berlin gebürtigen Buchdrucker Theodor Mietens (seit 1874 „Olper Intelligenz-Blatt“, seit 1876 „Sauerländisches Volksblatt“ genannt – mit Unterbrechungen erschienen bis einschließlich 1979)

    • 1841

      Der Buchbinder Franz Xaver Ruegenberg richtet in Olpe eine Leihbibliothek ein – 1848 auch eine Buchhandlung. 1849 übernimmt er das weiterhin bis 1895 bei Mietens/Alt gedruckte „Olper Kreis-Blatt“.

    • 1841

      Gründung der ersten Sparkasse im Kreis Olpe, der Städtischen Sparkasse Olpe

    • 1842 / 44

      Gründung der evangelischen Kirchengemeinde (Mitbegründer: Buchdrucker Theodor Mietens, Gewerke Heinrich Kreutz und Gerichtsrat Heinrich Lyncker)

    • 1843

      Beseitigung der hessischen Schultheißverfassung durch Einführung der modifizierten Westfälischen Landgemeindeordnung mit Bildung des Amtes Olpe, bestehend aus der Stadt Olpe, den Landgemeinden des Kirchspiels Olpe sowie den Kirchspielen Kleusheim und Rhode

    • 1846 / 47

      „Hungerjahr“- strenger Winter

    • 1846 – 1851

      Bau der Altenhagen-Siegener-Straße im Raum Olpe

    • 1847

      Kauf eines Hauses in der Frankfurter Straße als evangelisches Pfarrhaus mit Betsaal

    • 1847

      Die seit 1845 bestehende evangelische Privatschule wird eine öffentliche evangelische Volksschule (1877 aufgelöst, 1887 neu eingerichtet).

    • 1848

      Märzrevolution: Bildung einer Bürgerwehr in Olpe – schwarz-rot-goldene Fahnen

    • 1850

      Hubert Ruegenberg setzt in Olpe erstmals das Puddelverfahren ein.

    • 1850

      Einführung der neuen, erstmals in Preußen parlamentarisch verabschiedeten Gemeindeordnung (Revolutions-Kommunalverfassung) in Olpe – aufgehoben 1853

    • 1853

      Eröffnung einer Handwerker-Sonderschule (bis 1872, 1894 wiedereröffnet)

    • 1856

      Gründung des St.-Martinus-Hospitals. Die Vinzentinerinnen werden 1900 von den Olper Franziskanerinnen abgelöst.

    • 1857

      Verleihung der Westfälischen Städteordnung von 1856 an die Stadt Olpe.

      Die Stadt scheidet 1858 aus dem Amtsverband aus – Stadt und Amt (=Gemeinden Olpe-Land, Kleusheim und Rhode) werden nun in Personalunion vom Bürgermeister der Stadt geleitet.

    • 1859

      Einweihung der neuen Volksschule am Markt – vorher befand sich die Schule „Auf der Mauer“/Ecke Kirchgasse.

    • 1859

      Umwandlung der Rektoratsschule in die Höhere Stadtschule

    • 1859 / 63

      Gründung der Genossenschaft der Armen Franziskanerinnen durch Maria Theresia (geb. Aline) Bonzel (1830-1905)

    • 1861

      Eröffnung der Ruhr-Sieg-Eisenbahn, die – an Olpe vorbei – nur den Ostteil des Kreises durchschneidet. Ende des traditionellen Gewerbes: wirtschaftlicher Niedergang der Bergwerks-betriebe, Olper Hütten und eisen- und stahlverarbeitenden Betriebe

    • 1864

      Olpe erhält eine Telegraphenstation.

    • 1866

      Krieg Preußens gegen Österreich

    • 1870

      Gründung einer Höheren Töchterschule im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Olpe (1876 geschlossen)

    • 1870 – 1871

      Deutsch-Französischer Krieg

    • 1871

      Gründung des Deutschen Reiches

    • 1871

      Schließung der letzten Eisenhütte auf Olper Stadtgebiet, der Olper Hütte des Gewerken Heinrich Kreutz im Dohm

    • 1871 – 1887

      Kulturkampf

    • 1873

      Anlegung des evangelischen Friedhofs in der Bergstraße

    • 1875

      Gründung eines „politischen Vereins“ (Zentrum ?) in Olpe

    • 1875

      Eröffnung des Olper Bahnhofs und der Bahnstrecke nach Attendorn/Finnentrop

    • 1876

      Das Olper Armenhaus bei der Kreuzkapelle brennt ab und wird nicht wieder aufgebaut.

    • 1880

      Eröffnung der Bahnstrecke Olpe-Rothemühle

    • 1882

      Gründung der Rheinisch-Westfälische Kupferwerke AG, hervorgegangen aus dem Dreifördener Hammer der Familie Hesse. Die erste Aktiengesellschaft mit Sitz in Olpe hat nationale Bedeutung.

    • 1883

      Dr. med. Gottfried Ruegenberg (1808-1892) erhält das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe.

    • 1884

      Die Allgemeine Ortskrankenkasse Olpe wird gegründet.

    • 1887 / 88

      Bau einer zentralen Wasserversorgung in der Stadt Olpe mit Hausanschlüssen

    • 1888

      Erstes elektrisches Licht brennt in der Gerberei Theodor Lütticke.

    • 1889

      Ende des Olper Bergbaus: Die letzten Gruben St. Georgius und Vereinigte Rhonard stellen ihre Betriebe ein.

    • 1891

      Ein Sparkassenskandal mit Veruntreuungen von einer halben Million Mark sorgt für Aufsehen.

    • 1892

      Der spätere Schriftsteller Adolf von Hatzfeld († 1957) wird in Olpe geboren.

    • 1893

      Neugründung der Höheren Töchterschule (St. Franziskus-Schule)

    • 1893

      Eröffnung des neuen Postamts in der Martinstraße

    • 1894

      Das erste öffentliche Schwimmbad wird in Olpe eröffnet, das „Wilhelmsbad“in der Günse.

    • 1894 / 95

      Neubau des Mutterhauses der Franziskanerinnen in der Franziskanerstraße, des Noviziats 1906

    • 1895 / 96

      Bau der Höheren Stadtschule „In der Wüste“

    • 1897

      Bau des Gebäudes der Spezialkommission in der Westfälischen Straße

    • 1897

      Preußisches Gesetz zur Regelung der Forstverhältnisse im ehemaligen Justizamt Olpe

    • 1897 / 98

      Bau der evangelischen Kirche

    • 1898

      Gründung der Freiwilligen Bürger-Feuerwehr Olpe

    • 1898

      Olpe geht ans Telefonnetz.

    • 1898

      Dr. med. et chirurg. Wilhelm Fuchsius (1822 – 1903) erhält das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe.

    • 1899

      Kreisgerichtsrat a.D. Caspar Freusberg (1809 – 1900) erhält das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe.

    • 1899 / 1900

      Bau eines neuen evangelischen Schulhauses

    • 1900

      Die seit 1857 bestehende Personalunion der Verwaltungsspitze des Amtes und der Stadt Olpe endet. Das Amt erhält einen eigenen Amtmann.

    • 1900

      Bau eines Messing- und Bronze-Walzwerks der Gebr. Kemper am Standort der früheren Rüblinghauser Hütte

  5. 20. Jhd.
    • 1901

      Gründung der Metallwerke Gustav Imhäuser

    • 1901

      Trennung der Standesamtsbezirke von Stadt und Amt Olpe

    • 1902

      Beschluß eines Stadtbauplanes

    • 1903

      Anlegung des katholischen Friedhofs an der Rochus-Kapelle

    • 1903

      Eröffnung der Bahnstrecke von Olpe nach Bergneustadt

    • 1903

      Zum letzten Mal fährt der Postwagen aus Olpe ab

    • 1903

      Tod von Theodor Lütticke, der die Gerberei seiner Familie zur größten und modernsten in Olpe ausgebaut hatte

    • 1905

      Inbetriebnahme des Gaswerkes in der Bruchstraße – neue Straßenbeleuchtung

    • 1905

      Auflösung der Posthalterei

    • 1907

      Anpflanzung von Linden entlang den Olper Stadtstraßen – sie verleihen Olpe später den Beinamen „Stadt der 1000 Linden“.

    • 1907

      Die Stadt kauft den späteren „Stadtwald Hardt“.

    • 1907

      Neubau der Schützenhalle auf dem Imberg

    • 1907

      Bau der Präparandie auf dem Gallenberg

    • 1908 / 09

      Neubau der St. Martinus-Kirche nach Brandstiftung von 1907 (Architekt: Johannes Franziskus Klomp)

    • 1908 / 09

      Errichtung des Städtischen Schlachthofes

    • 1909

      Das neue Pumpwerk des kommunalen Wasserwerks wird in Betrieb genommen.

    • 1909 / 10

      Moderner Kanalbau in der Stadt Olpe

    • 1909 / 12

      Bau der Listertalsperre

    • 1911

      Kaiser Wilhelm II. verleiht der Stadt Olpe ein neues Stadtwappen.

    • 1911

      600-Jahrfeier der Stadt Olpe

    • 1911

      Die Gewerken Josef Hundt (1836-1914) und Hugo Ruegenberg (1850-1920) erhalten das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe.

    • 1911

      Die Stadt erhält straßenweise neue Hausnummern (zuvor fortlaufend numeriert).

    • 1911 / 12

      Bau des Lyzeums in der Franziskanerstraße

    • 1912

      Das erste Kino wird in Olpe eröffnet („Kaiserhof-Cinema“).

    • 1913

      Olpe erhält elektrischen Strom.

    • 1913

      Bau des Amtsgerichts in der Westfälischen Straße

    • 1913 / 20

      Elektrizität in Rhode (Neuenkleusheim erst 1925)

    • 1914

      Bau des Lehrerseminars an der Imbergstraße

    • 1914 – 1918

      Erster Weltkrieg: Es fallen 242 Olper Männer (Olpe-Stadt 137, Olpe-Land 50, Kleusheim 23 und Rhode 32).

    • 1915 / 25

      Bau des Pallottinerklosters im Osterseifen

    • 1918

      Kaiser Wilhelm II. dankt ab – Deutschland wird Republik.

    • 1921

      Tod des Sozialpolitikers Franz Hitze (* 1851 in Hanemicke)

    • 1928

      wird die Franziskusschule Oberlyzeum, in dem 1930 zum ersten Mal die Reifeprüfung abgelegt wird.

    • 1930

      werden die Rheinisch-Westfälischen Kupferwerke (hinter dem Olper Bahnhof) stillgelegt.

    • 1933

      Stillegung der letzten Olper Gerberei im Weierhohl (Lütticke)

    • 1939 – 1945

      Zweiter Weltkrieg

    • 1941

      Beschlagnahme des Pallottinerklosters durch die NSDAP

    • 1945

      Schwere Luftangriffe auf die Stadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, Eroberung durch US-Truppen, Beginn des Wiederaufbaus

    • ab 1949

      größtes Flächenwachstum der Stadt in zahlreichen Neubaugebieten rings um die historische Stadtmitte

    • 1950

      wird die städtische Oberschule Gymnasium.

    • 1951 / 52

      Schaffung des Kurkölner Platzes

    • 1957

      Abpfarrung der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt von St. Martinus Olpe (Kirchenbau 1952/54)

    • 1958

      Einweihung der Stadthalle

    • 1963

      Bau der Gedenkstätte an der Stadtmauer im Weierhohl (Ewald Mataré, Düsseldorf)

    • 1965

      Einstau der Biggetalsperre

    • 1969

      Kommunale Neugliederung – das ehemalige Amt Olpe (die Gemeinden Kleusheim, Olpe-Land und Rhode) – sowie Oberveischede, Tecklinghausen, Fahlenscheid und Apoll-micke werden in die Stadt Olpe eingemeindet.

    • 1971

      Freigabe der Autobahn A 45 Dortmund-Olpe-Frankfurt (Sauerlandlinie)

    • 1975

      Eröffnung des Hallenfreibades (Freizeitbad seit 1989)

    • 1976

      Freigabe der Autobahn A 4 Köln-Olpe (Autobahnkreuz Olpe-Süd)

    • 1978

      Rathauseinweihung

    • 1979

      Stillegung der Bahnstrecke Olpe-Dieringhausen, 1983 der Strecke Olpe-Freudenberg

    • 1982 / 84

      Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs

    • 1982

      Errichtung des Pannenklöpperdenkmals auf dem Marktplatz (Karl-Heinz Klein, Düsseldorf)

    • 1986 – 1996

      Bau des Seniorenzentrums „Am Alten Lohhaus“ im Weierhohl

    • 1987

      Renovierung des Alten Lyzeums, Einrichtung als Begegnungsstätte und Musikschule (seit 1991 auch Stadtarchiv)

    • 1988 – 1996

      Altstadtsanierung mit Umgestaltung des Marktplatzes, Renaturierung der Olpe, Sanierung des Weierhohls

    • 1994

      Umbau/Modernisierung der Stadthalle

    • 1996 – 1998

      Umgestaltung des Kurkölner Platzes und Renovierung des angrenzenden Kirchplatzes mit der Kirche

    • 1998

      Errichtung und Einweihung des Olper Geschichtsbrunnen auf dem Kurkölner Platz (Karl-Heinz Klein, Düsseldorf)

    • 1998

      Bau des 1. Deutschen Kinderhospizes „Balthasar“ in Olpe

  6. 21. Jhd.
    • 2002

      wird auf der neugestalteten Bleichewiese ein „Wäscherinnen-Brunnen“ (Anneliese Schmidt-Schöttler, Finnentrop) eingeweiht, eine Stiftung von Hedwig Viedebantt


Literatur:

Quellmalz, Heinz und Josef Wermert
Bibliographie Stadt Olpe 1648-2000. Veröffentlichungen zur Stadtgeschichte und Landeskunde. Hrsg.: Stadt Olpe/Stadtarchiv und Heimatverein für Olpe und Umgebung e.V. Olpe 2001. (Quellen und Beiträge des Stadtarchivs Olpe 8).

Schöne, Manfred und Josef Wermert (Hrsg.)
Geschichtsbrunnen für die Stadt Olpe. Geschichtsbilder – Porträts – Wappen. Hrsg. Im Auftrag der Stadt Olpe – Stadtarchiv – und des Heimatvereins für Olpe und Umgebung e.V. Olpe 1998. (=Quellen und Beiträge des Stadtarchivs Olpe 7).

Wermert, Josef (Hrsg.)
Olpe. Geschichte von Stadt und Land.
Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Red.: Günther Becker, Josef Wermert und Manfred Wolf. Hrsg. im Auftrag der Stadt Olpe. Olpe: Selbstvertrag der Stadt Olpe 2002.